Die Anreise:
Unser Flug ging von Dresden nach München mit der Lufthansa und von dort nach Male mit Qatar Airways. Der Zubringer der Lufthansa entpuppte sich als Miniflieger und unser Handgepäck mit Laptop und Digitalkamera im UW-Gehäuse landete im äußeren Gepäckbereich des Fliegers. Unsere Frage nach evtl. Schädigung der elektronischen Geräte, wurde vom Personal der Lufthansa einfach ignoriert - Abfertigung einmal anders.
Zu Qatar Airways gibt es die unterschiedlichsten Bewertungen, von "Nie wieder" bis "das bisher Beste". Wir empfanden nur der Zwischenstopp mit 5 Stunden Aufenthalt zur Nachtzeit in Doha als unnötige Belastung. Die viel kritisierte Aufpreisgestaltung von Fluggepäck mit hohen Nachzahlungen beim Check-in erlebten wir bei Qatar Airways nicht.
In Male gelandet ging es im Eiltempo zum Check-in des Wasserfliegers. Nach 20-minütiger Flugzeit landeten wir auf Velidhu.
Unterkunft und Verpflegung:
Wegen Überbuchung der Insel bezogen wir nach einem kurzen Aufenthalt in einer Notunterkunft, einen der 10 Wasserbungalows. Vorteil der Wasserbungalows ist der kühlende Wind und die Schattenseite der Terrasse zur Mittagszeit. Als Nachteil empfanden wir nur die amerikanisch standardisierte Klimaanlage, bei deren starker Geräuschentwicklung und direkte Ausrichtung auf das Bett, ein entspannter Schlaf nicht möglich ist.
Wer an Gewicht abnehmen möchte, dem wir es auf Velidhu schwer fallen. Das sehr gute und umfangreiche Essen dürfte der Tageshöhepunkt für die anwesenden "Neckermann-Touristen" sein, von dem auch Taucher profitieren können. Wir können nur empfehlen "All inklusive" nicht zu buchen, da man den dafür zu zahlenden Aufpreis nicht "verzehren" kann. Ein schmackhaftes und preiswertes Mittagessen kann man sich bei Bedarf auch an der Bar bestellen und gleich dort oder auf telefonische Bestellung im Bungalow servieren lassen.
Die Insel Velidhu:
Die große Anzahl an Touristen ist auf Velidhu kaum zu spüren. Besinnliche und einsame Strandabschnitte gibt es noch und auch ein sehr attraktives Hausriff mit einem beeindruckenden Steinkorallen. Diese sind nach Auskunft von langjährig immer wiederkommenden Urlaubern innerhalb von 5 Jahren beträchtlich gewachsen. Die Außenlage des Hausriffs bietet den Anblick von Adlerochen und ein buntes Treiben von vielfältigen Arten üblicher Riffbewohner. Ein Schwarm Makrelen verweilt standorttreu direkt an der Einstiegsstelle zum Hausriff. Wir hatten die Gelegenheit einen seltenen Geigenrochen zu sehen. Andere Taucher berichteten von Begegnungen mit Delphinen und Mantas am Hausriff. Den Lagunenbereich der Insel kann man als Kindergarten für Haie und Rochen bezeichnen, die ständig in großer Anzahl zu sehen sind. Die ursprünglich und wild erscheinende Vegetation der Strände wird im Inneren der Insel mit einer gartenähnlicher Anlage abgelöst. Gelegentlich kann man an den Stränden fliegende Hunde und Reiher und im Inselinneren kleine bunte Echsen und langbeinige dünne und schnatternde Hühner beobachten.
Tauchen:
Bei "Euro-Divers" ist dank der professionellen Betreuung des Teams mit Winni, Olli und Klaas der Service im Vergleich zu anderen Basen sehr gut. Unser wichtigstes Ziel war es Mantas zu begegnen und die Gelegenheit erfüllte sich dank der Bemühungen der Tauchbasis gleich zwei mal. Das umfangreiche Briefing und die Gelegenheit sich vor den Tauchgängen über die Besonderheiten der jeweiligen Tauchplätze zu informieren, halfen beim "Bodytauchen" sich auf das Geschehen einzustellen. Ein großer Vorteil für Unterwasserfotografen, die nicht gezwungen sind der gesamten Tauchgruppe zu folgen, sondern mit dem Tauchpartner den Ablauf des Tauchganges selbst zu gestalten. Das war wegen des "verschwenderischen" Motivangebots auch so kein Problem. Um es kurz zu sagen: An den besuchten Tauchplätzen muss man die Motive nicht suchen, sondern diese kommen von selbst. Unser einziger Kritikpunkt geht an den Einsatz von Donis, mit denen die Tauchplätze angefahren werden. Bereits bei geringer See, schaukeln diese Boote wie ein Kreisel. Besonders der Einstieg über die Leiter wird dadurch so erschwert und gefährlich, dass aus diesem Grunde Ausfahrten zu bestimmten Tauchplätzen abgebrochen werden müssen. Unser Dank geht deshalb an die Bootsbesatzung, die trotzdem das fast Unmögliche immer noch möglich gemacht hat.
Fazit:
Das bisher Beste an Artenvielfalt unter Wasser. Neben Kapalai auf Borneo bisher beste Betreuung durch eine Tauchbasis. Unterkunft, Ausstattung und Verpflegung verwöhnen. Entspannte An- und Abreise.